Wie die Luft zum Atmen (part 2)

„Wie die Luft zum Atmen” ist eine Installation und Performance auf dem Alfred-Scholz-Platz in Neukölln Berlin. 

Öffnungszeiten (Installation, Video & Performance): 

FR 15.10.21 / 17.00 – 22.00  Eröffnung 

SA 16.10.21 / 15.00 – 22.00  Diskussion mit Dr. Natasha Aruri um 16.00

SO 17.10.21 / 15.00 – 22.00 

Die Künstler*innen verschieben Probleme des Privaten in den öffentlichen Raum und kehren damit das Private ins Politische um. Denn in einer neoliberalen Stadt verbergen sich ihre Schattenseiten wörtlich und bildlich hinter einer schönen Fassade. 

Thematisiert wird die inakzeptabel angespannte Wohnungssituation in Berlin. Inakzeptabel, weil ein angemessener Wohnraum ein Grundbedürfnis ist und zu einem Menschenleben gehört, so wie die Luft zum Atmen. Die meisten Menschen leiden jedoch unter schlechten Wohnbedingungen. Besonders hart trifft diese Situation die am wenigsten geschützten sozialen Gruppen, wie unter anderen Migrant*innen, Geflüchtete, Kinder, Frauen und Menschen, die unter prekären Bedingungen leben. 

Die Wohnungssituation in Berlin verschärfte sich zunehmend während der Corona-Krise. Die Menschen wurden unmittelbar mit dem begrenzten Raum ihrer Wohnung konfrontiert, was häusliche Gewalt steigerte, Trennungen herbeiführte und die psychologische Verfassung der Stadtbewohner*innen beeinträchtigte.

Es werden Möglichkeiten des Mit- und Nebeneinanders in einem engen Raum erforscht. Der begrenzte Raum und ein Mangel an Luft führen sowohl ein amüsantes Spiel als auch offene Konflikte herbei. Die Künstler*innen erkunden die tiefe Kluft zwischen familiären und beruflichen Teilpersönlichkeiten, Wohn- und Arbeitsräumen, dem Notwendigen und dem Erlaubten.

Beteiligte Künstler*innen:

Alexandra Goloborodko, Aleksandra Yurieva-Civjane, 

Kay Kastner, Tizo All, Suzanne Stavast, Willem van den Hoek, Samir Harb 

Diskussion: mit Dr. Natasha Aruri

Kuratiert von International Cultural Project Butterbrot

Das Projekt ist Teil von DRAUSSENSTADT.  Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung 

und durch die [Aktion! Karl-Marx-Straße]

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“Like the air you breathe” is an installation and performance at Alfred-Scholz-Platz in Neukölln, Berlin.

Opening hours (Installation, Video & Performance): 

FR 15.10.21 / 17.00 – 22.00  Vernissage

SA 16.10.21 / 15.00 – 22.00  Discussion with Dr. Natasha Aruri at 16.00 

SO 17.10.21 / 15.00 – 22.00 

The artists shift problems from the private into the public sphere and thereby turn the private into the political. For in a neoliberal city, its dark sides are literally and figuratively hidden behind a beautiful facade.

The theme at hand is the unacceptably tense housing situation in Berlin. Unacceptable, because adequate living space is a basic need and is part of a person’s life, just like the air we breathe. However, most people  suffer from poor housing conditions. This situation hits the least protected social groups, such as migrants, refugees, children, women and people who live in precarious conditions, the hardest.

The housing situation in Berlin continued to deteriorate during the Corona crisis. People were directly confronted with the limited space in their homes, which increased domestic violence, led to separations and affected  the psychological condition of city dwellers.

Possibilities of togetherness and coexistence in a cramped space are explored. The limited space and lack of air create both amusing game and open conflict. The artists explore the deep divide between family and professional subpersonalities, living and working spaces, the necessary and the permissible. 

Participating Artists:

Alexandra Goloborodko, Aleksandra Yurieva-Civjane, 

Kay Kastner, Tizo All, Suzanne Stavast, Willem van den Hoek, Samir Harb 

Discussion:

with Dr. Natasha Aruri

Curated by the International Cultural Project Butterbrot

The project is part of DRAUSSENSTADT.  

Kindly supported by Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung 

and [Aktion! Karl-Marx-Straße]